Unser Zeitalter bringt es mit sich, dass im Laufe von 24 Stunden eigentlich immer irgendwie, irgendwo bzw. irgendwann einmal etwas piept. Du kannst dich dieser Tatsache kaum entziehen. Dafür sind es einfach viel zu viele Geräte, die uns im Alltag begleiten. Neulich brachte es in meinem Umfeld aber wirklich jemand auf den Punkt. Ich musste laut lachen, als es unvermittelt plötzlich hieß: „Immer dieses Gebimmel!“
Dinge, die beim Bimmeln ganz vorne auf der Hitliste landen? Ach, da fällt mir so manches Gerät ein. Rauchmelder, wenn sie einen Wechsel der Batterie signalisieren zum Beispiel. Das Problem dabei? Du musst – bei diversen Rauchmeldern – erst einmal das Corpus Delicti identifizieren. Sehr oft habe ich mich schon dabei ertappt, dass ich den falschen Melder von der Decke schraubte, die Batterie ausbaute und dann feststelle … Mist, es bimmelt ja immer noch, nur an einer ganz anderen Stelle als vermutet. Irre, wie sehr sich das Gehör im Raumklang doch täuschen lässt.
Was bimmelt noch? Das Navi im Auto möchte nach dem Einschalten beispielsweise grundsätzlich erst einmal alle Warnhinweise lautstark loswerden, bevor es regulär genutzt werden kann. „Bitte beachte mich!“, bimmelt es. Oder der Geschirrspüler kann das auch besonders gut. Er bimmelt eher monoton und eindringlich, aber danach weiß ich … er hat sein Werk getan. Besonders penetrant bimmelt dann auch noch die Mikrowelle. Die ist zudem sehr hartnäckig. Wenn ich das Essen nicht nach einigen Sekunden aus ihr entnehme, beginnt sie das Gebimmel einfach erneut, solange, bis ich die Tür endlich öffne. Starker Bimmel-Alarm!
Last but not least, darf ich an dieser Stelle meinen uralten Eierkocher (siehe Foto) nicht vergessen. Er pfeift auf dem letzten Loch (dem letzten Ei?) und ich wollte ihn in diesem Leben schon mindestens 10-mal entsorgen. Aber dann denke ich mir: Eigentlich funktioniert er ja noch, er hat nur den Defekt, dass die Heizplatte überreagiert und viel zu früh denkt, sie ist fertig. Dann geht das Gebimmel los und er meldet, die Eier seien am Start – obwohl sie es lange noch nicht sind. Das merkt die Heizplatte dann aber auch, das Gebimmel verklingt und er kocht wieder für eine Minute, bevor das Drama in den nächsten Akt startet.

Fazit: Es lässt sich mit vielen Tönen im Alltag eigentlich ganz gut auskommen. Erst wenn alles überhand nimmt oder alles plötzlich auf einmal losgeht, dann kommt der Punkt, an dem es von allem zu viel ist. Dann wird der Spruch „Immer dieses Gebimmel“ zur Realität und es muss etwas verändert werden.
Heute kein Gebimmel mehr!
Beste Grüße
Sascha