Es ist ja ein bisschen in Mode gekommen, „low carb“ zu kochen. Interessant wird dies im Zusammenspiel mit dem Geschmack. Ganz viele Rezepte aus dem weltweiten Datennetz zielen darauf ab, wenig Kalorien zu bewerben und sich gleichzeitig dafür auszusprechen, dass dies keine Auswirkungen auf die intensiven Freuden für den Gaumen hat. Ob das dann wirklich in deinem Fall immer zutrifft? Das bleibt letztlich auszuprobieren!
Heute empfehle ich daher einen Auflauf, der bei mir absolut – und in jeder Hinsicht – im Geschmack überzeugt hat. Wir kochen also „Zucchini-Hackfleisch-Auflauf mit Feta“. Der Clou ist für mich wirklich das intensive Genusserlebnis, das man der eher „schnöden Zucchini“ ja ohne Zusätze gar nicht unbedingt zutraut.
Erst einmal zu den Zutaten: Wir nehmen 2–3 Zucchini, 500 g Rinderhackfleisch, 300 g Fetakäse, 200 ml Gemüsebrühe, 200 ml Sahne, etwas geriebenen Käse (Parmesan geht auch), 2 Zwiebeln, Knoblauchzehen (viel hilft viel, du kennst das von mir, 2 sind definitiv zu wenig), Pinienkerne, 2 EL Tomatenmark, 2 EL Olivenöl, 2 TL Oregano, 1 Prise Zimt, 1 Prise Kreuzkümmel, 1 Prise Chilipulver (nicht geizen, kann ruhig etwas Schärfe dran), Salz, Pfeffer und – zur Kür – gern noch einen Spritzer Zitronensaft (schmeckt man später wirklich heraus).
Dann beginnst du den Backofen vorzuheizen und eine große Auflaufform mit dem Öl einzufetten. Zunächst schälst du danach die Zwiebeln und den Knoblauch und machst aus allem kleine Stückchen. Den anderen Teil des Olivenöls erhitzt du in der Pfanne und brätst darin erst einmal das Hack ordentlich krümelig an. Zwischenzeitlich kannst du dich … bei einem Glas Wein vielleicht? … um die Zucchini kümmern. Du schneidest sie am besten in ein paar Millimeter dünne Scheiben. Je dünner du das hinbekommst, desto weicher wird das Gemüse im Essen später. Du magst es bissfester? Dann mach die Scheiben einfach dicker.
Nun kommen die Zwiebel- und Knoblauchwürfel dazu und du machst in der Pfanne alles schön glasig. Füge das Tomatenmark dann auch noch hinzu und lasse alles ein wenig anrösten. Duftet das nicht schon wirklich grandios? Weiter geht’s: Du löscht nun alles einfach mit der Gemüsebrühe ab und gibst Oregano, Zimt und Kreuzkümmel sowie das Chilipulver hinzu. Verrühre einfach alles in der Pfanne und lasse es noch einen Moment dünsten. 8 Minuten sind top! Denk aber dran: Dabei abschmecken und Salz bzw. Pfeffer nicht vergessen! Hier kannst du dich gut um die Schärfe am Essen kümmern. Magst du es schärfer oder eher nicht? Passe es jetzt genau deinem Geschmack an!
Nun geht’s an den Inhalt der Auflaufform. Du beginnst damit, die Zucchinischeiben schön in der Auflaufform zu drapieren. Stell dir das Ganze am besten wie Dachpfannen auf dem Hausdach vor, du legst sie schön aneinander und füllst damit die Form aus. Dann kommt die Hackfleischmasse gleichmäßig über die Scheiben. Nun machen wir noch etwas Fetasahne. Ja, richtig gehört! Wie das geht? Einfach die Sahne in einen kleinen Topf gießen, den Feta hineinbröckeln und das Ganze bei etwas Hitze mit einem Schneebesen solange umrühren, bis der Feta geschmolzen ist. Dann kommt hier der Zitronensaft dran und auch noch einmal mehr etwas Oregano.
Last but not least, kommt nun die erzeugte Fetasahne über das Hackfleisch und zum Schluss streust du noch den geriebenen Käse und die Pinienkerne über alles. Das Ganze geht dann zum Backen in den Ofen. Die Dauer richtet sich natürlich nach deinem Ofen, beträgt aber sicher so um die 30 Minuten. Du siehst es ja, wenn die Oberfläche zu dunkel wird. Wenn du letztlich noch ein Baguette zum Aufbacken dazu gibst und alles später gleichzeitig servierst… perfetto, wie der Italiener zu sagen pflegt.

Mein Fazit lautet auf jeden Fall: Ein Auflauf, der unglaublich viel Geschmack entfaltet. Probiere es aus!
Guten Appetit!
Sascha