Ein Duftbäumchen könnte Wunder wirken

Wer eine öffentliche Toilette besucht, kann etwas erleben – oder hast du etwa Einwände und möchtest mir widersprechen? Aber keine Sorge, noch ist die Artikelform ja nicht erfunden worden, in der neben Fotos und Videos auch Gerüche eingebunden werden können. Leider, leider, leider geht diese Erfahrung damit an dieser Stelle an dir vorbei. Das – ich muss es zugeben – ist nun schon etwas bedauerlich, weil es den Einstieg in diese Zeilen definitiv abrundete. 

Stell dir einfach ganz kurz vor, wie ein wirklich kleines, stilles Örtchen „duftet“, wenn dort kein Fenster existiert und die – immerhin – vorhandene Lüftung immer nur dann eingeschaltet wird, wenn ein Mensch den kleinen Raum betritt. Ursache allen Übels ist ein simpler Bewegungsmelder, über den natürlich richtig Strom für Licht und Lüftung gespart werden kann. Damit nimmt das Drama allerdings seinen Lauf.

Auf diesen zwei Quadratmetern – lassen wir es maximal vier Quadratmeter sein – entfaltet sich über den Tag hinweg (unweigerlich) ein ganz besonderes Geruchserlebnis, für das mir als Redakteur einfach die Worte fehlen (und das kommt wirklich selten vor). Noch an der Tür mit dem Männlein auf Metall (siehe Foto) hatte ich eine gewisse Hoffnung, dass es so schlimm eigentlich nicht werden könnte. Aber, Hoffnungen können zerstört werden – und trotzdem sollte man sie haben! Was machst du, wenn du dennoch dringend den Kaffee auf der Toilette entsorgen musst? Die richtige Antwort lautet in diesem Fall: Nase zu und durch!

Das Zeichen, das an der Tür einer öffentlichen Toilette prangert, ein schwarzes Männchen auf einem Metalluntergrund.
Hier geht’s für den Herren lang zum Örtchen? Ja! Aber … es zeigt leider den Geruch an dieser Stelle nicht an, der sich hinter der Tür verbirgt. Sehr bedauerlich, mitunter.

Ich möchte die weiteren Erlebnisse der nächsten drei Minuten nicht in Worte fassen. Ich kann dir natürlich schildern, wie ich mich beim Wasserlassen anstelle, aber willst du das wissen? Vermutlich nicht! Ja, jetzt hast du den Salat! Du bist für alle Bilder in deinem Kopf immer noch selbst verantwortlich, das möchte ich an dieser Stelle einmal festhalten. Mein Kommentar über das Erlebnis geht anders. Ich greife die Überschrift dieser Zeilen wieder auf: Ein Duftbäumchen hätte dem kleinen Raum wirklich gut getan.

Daher hier mein heutiger Appell: Liebe Betreiberinnen und Betreiber von Restaurants, Gaststätten, Rastplätzen und Co: Ich kann mir vorstellen, dass Gästinnen und Gäste wirklich bereit sind, auch nochmals 20 Cent pro Aufenthalt mehr zu zahlen, wenn im Gegenzug Duftbäumchen (oder andere Accessoires aus diesem Bereich) auf der Toilette Einzug halten. Ich plädiere an dieser Stelle wirklich dafür! Punkt.

Einen duften Start in die neue Woche wünscht
Sascha